Die Einführung der EU Standardszenarien verschiebt sich

Gemäß Artikel 23 Absatz 4 der Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 dürfen die Mitgliedstaaten ab dem 2. Dezember 2021 nur noch Betriebserklärungen von UAS-Betreibern akzeptieren, welche einem der beiden publizierten Standardszenarien im Anhang der Durchführungsverordnung entspricht.

Eine Wesentliche Vorrausetzung für die Nutzung dieser Standardszenarien sind zertifizierte Drohnen der Klasse C5 und C6. Die entsprechenden technischen Anforderungsnormen an die Klasse befinden sich allerdings derzeit noch in der Arbeit und werden nicht rechtzeitig bis zum 2. Dezember 2021 verfügbar sein.

Aus diesem Grund hat die EASA den Anwendungszeitpunkt für Artikel 5 Absatz 5 neu definiert und dafür den 3 . Dezember 2023 bekannt gegeben.

Unabhängig von dieser Verschiebung können die Mitgliedstaaten bis zum 2. Dezember 2023 Erklärungen von UAS-Betreibern gemäß Artikel 5 Absatz 5 akzeptieren, die auf nationalen Standardszenarien oder gleichwertigen Szenarien beruhen, wenn diese nationalen Szenarien die Anforderungen von Punkt UAS.SPEC.020 des Anhangs erfüllen.

Damit bietet sich zumindet eine Übergangslösung für UAS Betreiber, die einen Betrieb in der speziellen Kategorie ohne Betriebsgenehmigung anstreben. 

Bildquelle für das Beitragsbild: EASA [https://www.easa.europa.eu/]